CONNTECT! Moldflow® User Meeting 2011 - Dienstag, 17. 05. - Mittwoch, 18. 05. 2011 Frankfurt

 

Sponsoren:


Autodesk Financing

Stream Engeneering

HRS Flow

Volume Graphics GmbH

Contura

CAMTEX

DYNAmore


2018 - CONNECT! - Refreshing Ideas - Erinnerung

 

9. CONNECT! European Moldflow® User Meeting

 

am 05. und 06. Juni 2018 in Frankfurt am Main

 

Lassen Sie sich diese Gelegenheit nicht entgehen

 

Sammeln Sie wertvolle Informationen über den Einsatz der Spritzgießsimulationssoftware Moldflow. Während der zweitägigen Konferenz können Sie sich über die neuesten Funktionen auf dem Laufenden halten und sich mit anderen Moldflow-Anwendern aus Industrie, Forschung und Entwicklung austauschen. Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit der Software direkt mit verantwortlichen Autodesk Moldflow Mitarbeitern.

 

Die Anmeldung zur CONNECT! 2018 ist nun möglich.

 

Die Veranstaltung findet im Lindner Congress Hotel in Frankfurt Höchst statt, bei dem unter Angabe des Passwortes "MF SOFTWARE" ein Zimmerkontingent zu vergünstigten Konditionen zur Verfügung steht.

Finden Sie hier die Ankündigung der ersten Vorträge:

 

 

Vorträge

 

Simulation der Einlegerdeformation für duromere Werkstoffe

Das Spritzgießen von Duromeren ist eines der wichtigsten Verfahren zur Verarbeitung duroplastischer Werkstoffe. Um qualitativ hochwertige Teile fertigen zu können und somit die Standards der Automobilindustrie zu erfüllen, aber gleichzeitig einen großserienfähigen Fertigungsprozess zu haben, müssen optimale Prozessparameter gefunden werden. Diese Prozessparameter und Randbedingungen werden mithilfe von gezielter Prozesssimulation bestimmt.

Beim Umspritzen von Einlegerteilen (z.B. Elektronikkomponenten) ist eine korrekte Werkstoffmodellierung essentiell, um die Kräfte auf die Einleger korrekt zu bestimmen, was eine frühestmögliche Schädigungsprognose ermöglicht.

Diese Präsentation stellt eine Möglichkeit vor, die Deformation von Einlegern während der Formfüllung auch für duroplastische Werkstoffe zu simulieren. Hierzu wird das reaktive Polymer als Thermoplast simuliert, wo eine Deformationsberechnung standardmäßig vorgesehen ist. Zur Beachtung der charakteristischen Eigenschaften duromerer Werkstoffe werden werkstoffspezifische Viskositäts- und Aushärtungskinetikmodelle über die Solver-API implementiert.

 

tl_files/connect_template/bilder/Referenten/2018/Florian_Wittemann_KIT.jpg

Florian Wittemann, KIT - Institut für Fahrzeugsystemtechnik (D)

Florian Wittemann hat Maschinenbau am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) studiert und dort im September 2016 auch seinen Master of Science im Bereich „Werkstoffe und Strukturen für Hochleistungssysteme“ bekommen. Nach seinem Abschluss war Florian Wittemann ein halbes Jahr als wissenschaftliche Hilfskraft am KIT - Institut für Fahrzeugsystemtechnik, Teilinstitut für Leicht-bautechnologie tätig. An diesem Institut promoviert er seit März 2017 auch im Bereich der Duro-merspritzgusssimulation.

 

 

 

 

Numerische und experimentelle Untersuchungen des Pulverspritzgießprozesses

Pulverspritzguss (powder injection molding - PIM) ist ein etablierter Prozess für die Herstellung von gesinterten Keramik- oder Metallbauteilen. Keramik- oder Metallpulver wird mit einem thermoplastischen Bindersystem gemischt, woraus ein fließfähiger feedstock entsteht, welcher auf einer Spritzgießmaschine verarbeitet werden kann. Nach dem Spritzgießen wird der Binder entfernt und das Bauteil gesintert. Die finale Bauteilqualität wird stark vom Spritzgießprozess beeinflusst. Im Speziellen tritt oft eine Phasentrennung zwischen Binder und Pulver auf, was letztendlich in Bereichen höherer Binderkonzentration zu Lunkern führen kann. Darüber hinaus zeigen PIM feedstocks spezielle Fließphänomene wie Fließgrenzen oder Wandgleiteffekte.

In dieser Untersuchung wurde das PIM-Modul von Autodesk Moldlfow Insight (AMI) verwendet, um den PIM-Prozes für einen metallischen Zugprüfstab zu simulieren. Ausgewählte Prozessbedingungen und Bauteileigenschaften wurden experimentell gemessen und mit Simulationsergebnissen verglichen. Die Viskosität zeigte eine Fließgrenze, die mit dem Cross-WLF Ansatz mit Herschel-Bulkley Erweiterung beschrieben wurde. Da dieses Materialmodell in der Standard-Software nicht vorhanden ist, wurde sie mit Hilfe der Application Programming Interface (API) Option in AMI implementiert. Eine Füllstudie wurde experimentell durchgeführt und die Form der Fließfront mit Simulationsergebnissen verglichen. Die experimentell beobachteten Freistrahlphänomene konnten mit AMI leider nicht gut abgebildet werden, und auch die Druckvorhersage wich deutlich von den experimentellen Werten ab. Die genauen Ursachen dafür sind noch nicht klar, aber es scheint, dass das komplexe rheologische Verhalten von Metallfeedstocks noch nicht vollständig verstanden und adäquat beschreiben ist. Die Pulvervolumenkonzentration wurde auf Basis des in AMI implementierten so genannten "Suspension Balance Models" (SBM) simuliert. An ausgewählten Stellen der realen Spritzteile wurde die Pulvervolumenkonzentration mit Hilfe der thermogravimetrischen Analyse (TGA) untersucht. Die simulierten Ergebnisse zeigten relativ gute Übereinstimmung mit den experimentell ermittelten Werten.

 

tl_files/connect_template/bilder/Referenten/2018/Thomas_Lucyshyn_Uni_Leoben.jpg

assoz. Prof. Dr. Thomas Lucyshyn, Montanuniversität Leoben (A)

Assoz. Prof. Dr. Thomas Lucyshyn studierte Kunststofftechnik an der Montanuniversität Leoben (A) mit Schwerpunkt Kunststoffverarbeitung. Nach dem Diplomstudium promovierte er im Jahr 2009 am Lehrstuhl für Kunststoffverarbeitung mit der Thematik prozessnahe pvT-Messung und deren Auswirkung auf die Spritzgieß-Simulation mit Moldflow. Seit 2010 ist er Leiter des Arbeitsbereichs Spritzgießen am Lehrstuhl für Kunststoffverarbeitung in Leoben und habilitierte sich 2016 für das Fach Kunststoffverarbeitung. Seine Habilitationsschrift hatte den Schwerpunkt Spritzgießen mit speziellem Fokus auf das Werkzeug. Zurzeit ist er assoziierter Professor für Kunststoffverarbeitung am gleichnamigen Lehrstuhl an der Montanuniversität Leoben und Leiter der Arbeitsbereiche Spritzgießen und Compoundieren. Er begann bereits 1998 mit Moldflow zu arbeiten und hat somit bald 20 Jahre Erfahrung in der Anwendung von Moldflow, die er auch in einer eigenen Lehrveranstaltung an Studierende weitergibt. Ein spezieller Fokus der wissenschaftlichen Arbeiten mit Moldflow ist hierbei der Zusammenhang zwischen Materialdaten und Simulationsergebnissen.

 

 

Thermomechanische Simulation mit Moldflow & Ultrasim

Fasergefüllte Kunststoffe verhalten sich thermomechanisch sehr komplex. Die mechanischen Eigenschaften von Kunststoffen werden stark von der Temperatur bestimmt. So nimmt mit zunehmender Temperatur z.B. die Steifigkeit ab aber die Bruchdehnung zu. Auch dehnen sich Kunststoffe mit zunehmender Temperatur aus, was bei Bauteilen zu Dimensionsänderungen und zu thermischen Verzug führen kann. Dieser thermischer Verzug hängt von der lokalen Temperatur und Faserorientierung im Bauteil ab. Insbesondere bei E&E-Bauteilen mit integrierten Schaltelementen ist dies sehr kritisch. Die hochsensible Elektronik darf keinen Schaden nehmen. Eine exakte Vorhersage der thermischen Verformung ist deshalb sehr wichtig. In diesem Vortrag wird ein Verfahren vorgestellt, dass die Simulation des Herstellungsprozesses mittels Moldflow beschreibt und die Faserorientierung und Eigenspannung berechnet. Die thermische Verformung wird im Anschluss mit einem FE-Simulationsprogramm simuliert, wobei die BASF-eigene Materialmodellierungs-Software Ultrasim zum Einsatz kommt.

 

tl_files/connect_template/bilder/Referenten/2018/Dr_Andreas_Wonisch_BASF.jpg

Dr. rer. nat. Andreas Wonisch, BASF SE (D)

Dr. Wonisch hat Physik an der Universität Bielefeld studiert. Nach seinem Diplom am Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM in Freiburg promovierte er auf dem Gebiet der netzfreien Simulation von granularen Medien und komplexen Flüssigkeiten und hat für diese Arbeit 2009 den Werkstoffmechanik-Preis der Plansee Mitsubishi Group erhalten. Bis 2011 war er noch wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer IWM und ist seither für die BASF SE mit den Schwerpunkten auf rheologischem Verhalten von technischen Kunststoffen, numerischer Optimierung und Modellentwicklung tätig. Hier übernahm er in 2015 die Position als Team Leader Process Analysis.

 

 

 

Wir freuen uns auf Sie!

tl_files/connect_template/uploads/grafik2.jpg

 

Zurück

News